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- 24.3.2011: Nachtrag 16.-20.03.: Vier Ketscher bei frühlingshaften Temperaturen in Frankfurt gelandet
- 23.3.2011: Nachtrag zum 07. März: 'Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.' A. Kolping
- 21.3.2011: Unerwartete Begegnungen
- 18.3.2011: Camping im Nationalpark Siete Tazas
- 18.3.2011: Von der Wueste in die Metropole
- 16.3.2011: Mit dem Kajak auf dem Rio Loncomilla
- 16.3.2011: Brodelndes Wasser und Dampfschwaden: "Die El Tatio - Geysire"
- 14.3.2011: Lagunen und Flamingos
- 14.3.2011: Spuren im Sand
- 14.3.2011: Un grand fiesta
Archive für 16.3.2011
Mit dem Kajak auf dem Rio Loncomilla
16.3.2011 by admin.
Wasser ‚como un taza de lece‘ – wie in einer Tasse Milch -, eine tolle Landschaft, ein breitausladendes und dann wieder felsenbewährtes Flussbett und eine Instructor namens Victor des Centro de Entramiento Regional Canotaje San Javier machen den perfekten Kajakspass trotz extrem niedrigem Wasserstand im ganzen Land möglich. Wir treffen uns am Bootshaus in San Javier, um von dort die Boote flussaufwärts zu speditieren. Jorge nimmt das Auto mit zurück. Antonia und ich nutzen einen alten, laminierten und etwas mürben K 2 und treiben ihn mit den Carbon-Rennpaddeln zunächst flussaufwärts, um dann zum Bootshaus zurück zu paddeln. Es ist eine schöne Tour in bestem Spätnachmittagslicht durch das breite fruchtbare Tal. Der Rio Loncomilla fließt gemächlich dahin, denn nach der nächsten Schleife mündet er in den großen Rio Maule. Eine kleine Stromschnelle lässt aber erahnen wie furchterregend das Getöse und Blubbern bei Hochwasser sein muss, was uns Victor auch bestätigte.
Da Jorge deutlich vor uns am Bootshaus war ist unsere Ankunft fotografisch bestens dokumentiert, so dass wir hier auch ein ‚Beweisfoto‘ hinterlassen.
Ein abschließendes Helado artisinal – offenes Eis runden einen wunderschönen Nachmittag mit Jorge ab.
Am Abend erwartet uns der Pfarrgemeinderat zu einem Essen. Die Kolping-Frauen haben Beinscheiben vom Rind im Ofen zubereitet und köstliche Salate gerichtet. Es schmeckte super rico und wir hatte anregende Gespräche mit den Verantwortlichen der Pfarrei Antonia de Padua im Huapi / Linares, die uns zu einer Heimat geworden ist.
15.03.2011
Antonia y Markus
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Brodelndes Wasser und Dampfschwaden: “Die El Tatio - Geysire”
16.3.2011 by admin.
Nach einem entspannten Montag, weckte Dieter den Rest der Gruppe mit einem frohen Lied “Im Fruehtau zu Berge”. Bereits um 3:30 Uhr standen wir fix und fertig unter dem Sternenhimmel im Hof unseres Hostals und warteten auf unseren Guide. Um 4:00 Uhr ging es endlich los. In stockdunkler Nacht, auf Schotterstrassen, durch Furten und engen Serpentinen fuehrte der Weg auf 4300m. Das Tatio-Geysire-Feld war unser Ziel.
Ohne unsere Taschenlampen und dicker Winterkleidung (minus 10 Grad) waeren wir verloren gewesen. Aus den Fumarolen zischte, blubberte und dampfte es gespenstisch in den noch dunklen Himmel. Ueber den umliegenden Vulkanen (lauter 6000er) stieg langsam die Morgensonne auf. Das Geysire - Feld entpuppte sich als dampfender Hexenkessel in einem fuer uns ueberschaubaren Ausmass. Die Dampf- und Nebelschwaden zogen ueber uns in den fahlen Morgenhimmel. Vorsichtig ertasteten wir am Rande der Fumarolen das kochend heisse Wasser. In einzelnen, kleinen, dampfenden Erdloechern wurden Milch- und Kakaobeutel fuer das Fruehstueck erwaermt.
Unser Guide brachte uns auf eine kleine Anhoehe, um dort die ersten warmen Sonnenstrahlen waehrend unseres gemeinsamen Fruehstuecks geniessen zu koennen.
Vincanas und Vizcachas beobachteten uns dabei. Erstmals sahen wir auch die Yareta-Pflanze, die erst ab 4000 m gedeiht und im Jahr nicht mehr als einen Millimeter waechst. Ihre dunkelgruenen Dolden erscheinen weich wie Moos, sind aber in Wirklichkeit steinhart.
Wer Lust hatte, konnte in einer 38 Grad heissen Termallagune baden. Die Aussentemperatur hielt uns jedoch davon ab.
Als Hoehepunkt brachte uns der Guide zu aktiven Vulkanquellen. Brodelnder, grollender, dunkelbrauner schwefelhaltiger Schlamm schoss Meterhoch aus mehreren Kratern. Die Urgewalt hoerten und spuerten wir mit all ihrer Macht. Die duenne und schwefelhaltige Luft liess uns bei jeder Bewegung immer kurzatmiger werden.
Auf der Rueckfahrt bestaunten wir immer wieder die einzigartige Flora, Fauna und Bergkulisse dieser Gegend.
Und jetzt haben wir Hunger!!!!!
Tag 4 in der Atacamawueste. P.S.: Auch hier gibt es Torten
Es gruessen Helga und Dieter - Herbert und Irene
14.03.2011
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