Spuren im Sand

Wir verbrachten die erste Nacht in unserer gemuelichen Ferienwohnung in einem tipical Lehmbauhaus. Wir hatten immer fliesend warmes Wasser!!
Nach einem reichhaltigen Fruestueck machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von San Pedro. Schon um 11:00 Uhr morgens brannte die heisse Sonne vom blauen Wuestenhimmel.
Von weitem hoerten wir Musik und sahen eine grosse Menschenmenge. Es war der Zieleinlauf des “Atacamalaufes 2011″ den Laeufer aus aller Welt erreicht haben. (4 Kontinente - zu je 6 Etappen - je 260 km). Waehrend der Stadterkundung versuchten wir unsere erste Tour zu planen.

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Kurz entschlossen starteten wir eine Stunde spaeter ins Valle de la Luna. Nicht ahnend was uns jetzt erwartet.
Nach einer Schotterfahrt und einem kurzen, steilen Anstieg erreichten wir etwas kurzatmig ein Hochplateau. Es oeffnete sich ein toller Blick in eine bizarre Fels- und Sandlandschaft. Anstatt des von vermuteten Rueckwegs zum Bus, forderte unser Guide uns auf die Schuhe auszuziehen, die Schnuersenkel zu verknoten und die Schuhe um den Hals zu haengen. Wir standen auf dem Kamm einer 300m hohen Sandduene. Jeder stuerzte durch den warmen, weichen Duenensand im Freestyle den Hang mit Gejohle hinab. Welch ein Genuss! Schade, dass ihr uns nicht beobachten konntet.

Naechster Stopp war die Wanderung ins Valle de la Luna. Ein steiler Weg fuehrte uns zum hoechsten Punkt einer Sand- und Felsduene. Der Sonnenuntergang verwandelte die Wuestenerde mit den schoensten Farbnuancen. Ein sensationeller Anblick! Still standen wir und staunten. Das fahle Licht des Mondes begleitete uns auf dem Weg zurueck zum Parkplatz, Wir glaubten das war‘s. Aber weit gefehlt.

Unser Guide versicherte sich nochmals, ob wir auch alle Taschenlampen dabei haetten.

Er fuhr mit uns zu einem einsamen Punkt in der Dunkelheit.

Ein kurzer Weg durch eine schmale Schlucht fuehrte uns in eine Salzgrotte. Gebueckt, schraeg, auf Knien und allen Vieren krochen wir einen steilen Weg in der Grotte empor. Gegenseitig sicherten wir uns den Weg mit unseren Taschenlampen. An manchen Stellen sahen wir durch die Felsendecke einzelne Sterne blitzen. Voellig fertig erreichten wir den Ausgang der Grotte. Ueber uns oeffnete sich der Sternenhimmel der suedlichen Erdhalbkugel. Alle Anstregungen waren auf einmal verflogen. Sternbilder, die wir nur aus Buechern kennen, waren uns zum Greifen nah. Erstmals sahen wir das Kreuz des Suedens. Dieser Anblick musste gefeiert werden und das taten wir bei einem gemuetlichen Abendessen (22:30 Uhr). Dass wir vollkommen verstaubt und voller Sand waren, hat uns dabei nicht gestoert.

 

Erste Verletzungen - Herbert Fuss, Dieter Kopf - wurden im Haus versorgt.

 

Tag 2 in der Atacamawueste
Es gruessen Euch

Helga u. Dieter - Herbert u. Irene

Samstag 12. Maerz 2011

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