Lagunen und Flamingos

Tagesplanung beim Fruehstueck: Entschluss um 12:00 Uhr den Ausflug zu den Vulkanen und Lagunen Miscanti und Miniques mitzumachen.
Zuvor besuchten wir unseren Opa im Tante Emma-Laden. Wasser kaufen hiess die Devise.
Im Bus fuehrte uns der Weg ueber die staendig steigende Strasse nach Toconao (Minenarbeiterstadt). Mitten auf der B 23 hielt unser Guide an erzaehlte uns, dass hier ein starkes Magnetfeld strahlt. Wollt ihr den Beweiss? Wir glaubten ihm nicht, dass das Magnetfeld den mit 12 Personen besetzten Bus ohne Motorkraft rueckwaerts aus der Senke zieht. Wir fuhren hinab, er stellte den Motor ab und wie von Zauberhand wurde unser Auto rueckwaerts hochgezogen. Wir waren platt! Naechster Stopp war am suedlichen Wendekreis (Wendekreis des Steinbocks) Hier hinter ließen wir ein kleines Steingebilde, denn nach dem Glauben der Inka kehrt man dadurch an diesen Ort wieder zurueck. In Camar auf 3200 m gab es ein leckeres Mittagessen. Die Luft wurde duenner und Dieter nahm sein zweites Coca zu sich (ein Naturmittel der Indios gegen Hoehenkoller).
Die nun beginnende Schotterstrasse fuehrte uns ueber Serpentinen durch ein Lavafeld. Begleitet wurden wir von Vicunas (kleinste Lama-Art) auf 4200 m zu den Lagunen Miscanti und Miniques, die unterhalb der beiden Vulkanen mit gleichen Namen 5622m und 5910m liegen.

Welch ein Anblick! Das Tiefblau der Lagunen, die schneebedeckten Gipfel der Vulkane, die Farbvielfalt der Wuestenfauna und am Rande der Lagune glitzerten die weissen Salzkristalle.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang fuehrte uns der Weg hinunter zur Salar de Atacama 2300m. Dieser erstreckt sich ueber ein Flaeche von 3000 km². Die Jagd mit dem Foto auf die dort lebenden Flamingos begann. Wir stellten fest, dass die hier lebenden Flamingos ‚Kolpinger‘ sein muessen, tragen sie doch in ihrem Federkleid die Farben orange und schwarz. Gerne haetten wir ihnen unsere Pins angesteckt, doch wir durften den Weg nicht verlassen.

Der Sonnenuntergang war fantastisch, die Salzwueste glitzerte in allen Farben.
Ueberwaeltigt von dieser tollen Natur traten wir den Heimweg an.

 

Eiskalte Melone, warme Trauben, geschmackloser Joghurt, weiche Bananen, trockene Kekse - das war unser Abendbrot.

Keine Angst, es geht uns sehr gut.

 

Tag 3 in der Atacamwueste
Herzliche Gruesse  Helga und Dieter - Herbert und Irene

Sonntag 13. Maerz 2011

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