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- 5.9.2008: Die "fetten" Tage sind vorüber
- 5.9.2008: Land der tausend Vulkane
- 4.9.2008: Es gibt ihn doch
- 4.9.2008: Sightseeing, Shopping und mehr in Santiago
- 3.9.2008: Trauriger Abschied
- 3.9.2008: Kultur und Tanz
- 3.9.2008: In Werkstätten und Häusern von Freunden
- 2.9.2008: Die Begegnungen erreichen nochmal einen Höhepunkt
- 2.9.2008: Von Wasserbetten, begossenen Pudeln und nicht enden wollenden Regenschauern
- 1.9.2008: Von der Kathedrale zum 'asado'
Die “fetten” Tage sind vorüber
5.9.2008 von admin.
Den letzten Abend verbringen die sieben Freunde zusammen mit Juan-Carlos in einem tollen Lokal in Santiago. Das Restaurant trägt den Namen “Las vacas gordas” (Die fetten Kühe) zu Recht. Das Essen ist super lecker und sehr reichhaltig. Die meisten proben das, von Michael Wiedensohler empfohlene, ‘biffe a lo pobre’ (Kalbssteak, 2 Spiegeleier, Pommes und Schmorzwiebeln) und sind restlos begeistert. Aber auch die vegetarische Platte oder der Lachs finden bei den Verkostern großen Anklang. Die Freude ist groß, als Oligari zusammen mit seinem Sohn im Lokal auftaucht um sich noch einmal von der Reisegruppe zu verabschieden. Ein letztes Mal nächtigt die Reisegruppe im Casa Kolping. Am Donnerstagmorgen geht es dann zeitig los an den Flughafen. Nach dem beim Einchecken alles geklappt und alle Gepäckstücke aufgegeben sind, heißt es Abschied nehmen von Juan-Carlos und Nathaly (die ihren Urlaub noch in Chile verbringt).
Ein letztes Mal winken und dann sind wir auch schon durch die Kontrolle verschwunden und machen uns auf den Weg durch die Handgepäckskontrolle zu unserem Gate. Mit etwas Verspätung geht es dann Richtung Heimat. Der Flug ist recht ruhig, aber an Schlaf ist bei den meisten doch nicht zu denken. Schließlich sind unsere inneren Uhren noch nicht umgestellt und wer kann am Nachmittag schon schlafen? Trotz dem verspäteten Abflug landen wir pünktlich um 7.00Uhr (Ortszeit) in Madrid. Hier haben wir sieben Stunden Aufenthalt bis zum Weiterflug. Roland und Berthold nutzten die Zeit um in die Stadt zu fahren. Melanie, Reinhold, Elisabeth und ich bleiben am Flughafen zurück und verbringen die Zeit mit Kaffee trinken, shoppen, reden, lesen und ein bisschen dösen. Auch unser Weiterflug nach Frankfurt hat ein bisschen Verspätung, aber bei sieben Stunden kommt es auch 15min auch nicht mehr an. Um 18.00Uhr landen wir dann auf heimatlichem Boden in Frankfurt. Als alle Gepäckstücke gefunden und letzte Sachen umgepackt waren trennten sich hier nun unsere Wege nach 2,5 tollen und unvergesslichen Wochen.
Kerstin Fers
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Land der tausend Vulkane
5.9.2008 von admin.
Während sechs der elf Freunde in Santiago ins Flugzeug zurück nach Europa steigen, liegen wir drei mit Juan in der herrlichen Frühlingssonne an einem traumhaften Strand auf Chiloe und staunen über die am Horizont leuchtenden Vulkane.
Agnes, Katrin y Markus
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Es gibt ihn doch
4.9.2008 von admin.
Mittwoch, 03.09.2008
Wir drei stehen heute bei Zeiten auf, um den Bus um 9:20 Uhr nach Puerto Montt und von dort weiter auf die Insel Chiloe zu bekommen. Nachdem wir gerade das Zimmer verlassen wollen, kommt Agnes aufgeregt daher gelaufen mit der noch unverständlichen Botschaft: „Ich sehe ihn.“ Wir brauchen ein Weile, um zu verstehen. Und tatsächlich es gibt ihn. Von der Straße direkt vor dem Kolpinghotel zeigt er sich in der Morgensonne. Der Vulkan Villarrica im Süd-Osten erhebt sich majestätisch über der Stadt. In der Morgensonne gleist der frische Schnee auf dem riesigen Vulkankegel. Eine kleine Wolkenfahne hängt am Krater fest. Noch ist die Sicht nicht klar, aber ein wunderschöner Tag mit azurblauem Himmel und einigen pausbackigen Wolken kündigt sich an. Die anderen, die zur gleichen Zeit mit dem Nachtbus in Santiago ankommen, werden es kaum glauben.
Fernando bringt uns nach Loncoche auf die Busstation an der Panamericana. Wir starten mit dem „Pullman-Bus“ in Richtung Süden. Unterwegs zeigt sich die Landschaft von ihrer wunderschönen Seite. Große frischgrüne Weiden mit Fleckvieh wechseln ab mit bewaldeten Hügeln. Fast wie daheim, wären da nicht andere Baumarten und der allgegenwärtige Eukalyptus. Und unterwegs wird klar, die Regenfälle der letzten Tage waren sintflutartig. Weite Landstriche stehen unter Wasser. Kleinste Bäche sind ausgedehnte Ströme. Der Bus bahnt sich an manchen Stellen den Weg durch knietiefes Wasser. Fernando hatte uns zuvor berichtet, dass die Campesinos sagen, dass es sich um die heftigsten Niederschläge der letzten 50 Jahre gehandelt hätte. In der Zeitung war zu lesen, dass 150.000 Menschen von den Überschwemmungen geschädigt worden seien.
Nach weiter aussichtsreicher Fahrt treffen wir in Puerto Montt Juan Fernades, der uns auf der wunderschönen und von einem ganz eigenen Charakter geprägten Insel von Ancud aus führen wird.Mit den anderen Freunden in Santiago stehen wir noch in Kontakt und genießen die letzen gemeinsamen Stunden in diesem einzigartig vielfältigen Land: Sie in Santiago wir in Ancud.
Kathrin & Markus Essig
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Sightseeing, Shopping und mehr in Santiago
4.9.2008 von admin.
Nach einem emotionalen Abschied am Busbahnhof Villarrica stiegen sieben von elf Freunden zusammen mit Juan Carlos in den Nachtbus nach Santiago.
Nach dem die Zurueckbleibenden aus dem Sichtfeld verschwunden und die letzte Traene getrocknet war, machten wir es uns in den Luxussesseln bequem und nach und nach folgten alle dem Ruf in das Land der Traeume. Nach 9,5 Stunden Busfahrt kamen wir puenktlich und recht ausgeschlafen in Santiago an. Sogar ein kleines Fruehstueck hat es im Bus gegeben. Ein Kleinbustaxi brachte uns sicher durch die morgendliche Rush-hour zum neugestrichenen Casa Kolping (ist jetzt blau). Hier nutzte jeder die Gelelegenheit sich frisch zu machen bevor es ein zweites Fruehstueck mit koffeinhaltigem Kaffee (
) gab. Nach dem sich alle gestaerkt hatten ging es zu Fuss (!!) auf Erkundungstour durch Santiago. Juan Carlos gab den Stadtfuehrer und zeigte uns zuerst die Moneda (Regierungspalast). Auf Grund des schlechten Wetters fiel der Wachwechsel um 10.00Uhr wahrlich ins Wasser und wir konnten dieser Zermonie leider nicht beiwohnen. Weiter ging es zur Kathedrale an der Plaza. Hier gibt es seit einigen Jahren eine Gruft in der die chilenischen Kardinaele begraben werden. Nachdem noch die letzten Postkarten gekauft, geschrieben und verschickt waren ging es zum “mercado central”. In diesem, sehr von Touristen besuchten, Markt werden hauptsaechlich Fisch, Meerestiere und Fleisch verkauft oder man verspeist die Koestlichkeiten in einem der vielen Restaurants. Wir zogen weiter zu einem weiteren Markt, in dem hauptsaechlich die Einheimischen einkaufen. Hier war die Warenvielfalt und -menge einfach ueberwaeltigend. Wir kamen an Bergen von Avocados, Tomaten, Mandarinen, Kartoffeln, Pilzen und vielem mehr vorbei. Juan Carlos fuehrte uns durch das noch ruhige Kneipenviertel zum Fuss von Cerro San Cristobal. Eine Zahnradbahn bringt die Besucher auf den Berg, wo eine Marienstatue steht. Diesem Vergnuegen gingen wir nicht nach sondern bummelten ueber einen Kunsthandwerkermarkt. Der Berg Santa Lucia mit der Festungsruine war unsere naechste Station auf unserer Stadttour. Der Berg hatte frueher einen Mapuche-Namen, aber nachdem die Spanier den Berg erobert hatten gaben sie ihm den Namen Santa Lucia und bauten hier eine Burg. Viele Treppen fuehrten uns zum hoechsten Punkt des Berges, von wo man eine gute Aussicht ueber die Millionenstadt Santiago hat. Am Fusse des Berges gibt es einen grossen Kunsthandwerkermarkt, wo die Damen ihrem liebsten Hobby froehnten: dem Shoppen
Ein Teil der Maenner begleitet uns dabei, waerend der andere Teil sich doch lieber bei einem Bier unterhielt. Eine neue Erfahrung machten wir auf dem Heimweg ins Casa Kolping. Wir fuhren naemlich mit der Metro. Die vollgestopften Zuege liessen Erinnerungen an den WJT in Koeln wach werden. Im Casa Kolping gab es dann fuer Berthold und mich ein Wiedersehen mit Chi-Chi. Berthold hat Chi-Chi vor 14Jahren bei seiner ersten Reise nach Chile kennengelernt und ich kenn ihn von der Jugendbegegnung 2004. Zusammen mit seinem Freund Marco unterhielt er uns spontan mit chilenischer Musik.
Kerstin Fers
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Trauriger Abschied
3.9.2008 von admin.
Dienstag, 2.9.
Noch bewegt vom traurigen Abschied von einem Großteil der Gruppe und den Hauptamtlichen aus Villarrica sind Katrin, Markus und ich gerade ins Kolpinghotel zurückgekehrt, wo es auf einmal ganz ruhig geworden ist.
Da heute der große Abschied von Villarica und von all den Menschen anstand, mit denen wir die letzte Woche verbracht haben und die Chilenen gerne wissen wollten, wie uns die Partnerschaftsreise gefallen hat, trafen wir uns, nach einer für manche sehr kurzen und für alle sehr kalten Nacht, zu einem Auswertungsgespräch mit dem chilenischen Kolping-Nationalvorstand. Während wir endlich (am letzten Tag!) die landestypische Torta de mil hojas (Blätterteigtorte gefüllt mit Karamell) essen durften, füllten wir einen Evaluationsbogen zur Reise, den Treffen und den Kolpinghäusern aus. Das anschließende Gespräch, bei dem Danksagungen, Lob und Tadel ausgetauscht und in die Zukunft geschaut wurde, war noch einmal sehr bewegend.
Zum Mittagessen gabs dann gleich zwei große Überraschungen: Zum ersten Mal seit vielen Tagen regnete es mal längere Zeit nicht und sowohl die Berge als auch die Sonne kamen kurz zum Vorschein. Die zweite Überraschung war das Mittagessen, denn nach zwei Wochen in Chile gabs zum ersten Mal Nudeln, und zwar in Auflaufform und super lecker. Unsere deutschen Herzen haben einen Sprung gemacht.
Nach dem Mittagessen hatten wir dann reichlich Zeit, endlich einmal private Dinge zu erledigen. Elisabeth und Reinhold sind alleine in die Stadt gezogen, um ihre Post noch in Chile abzuschicken, die, die noch ein paar Tage im Land bleiben, haben die Zeit genutzt, die weitere Reise zu planen und ein paar von uns sind mit einem Deutschen, der plötzlich im Hotel stand zu einem Aussichtspunkt gefahren, um den Vulkan zu sehen. Leider wollte sich der Vulkan nicht zeigen, aber die Aussicht sei trotzdem toll gewesen.
Vor dem letzten gemeinsamen Abendessen trafen wir uns dann noch einmal als Gruppe, um die Reise intern zu reflektieren und uns gegenseitig Rückmeldung zu geben. Wie schon am Morgen, war der Austausch sehr interessant und berührend und mit einem letzten Schluck Pisco Sour haben wir auf die Reisegruppe angestoßen. Noch vor dem Abendessen mussten wir uns von Barbara verabschieden, die mit dem Bus nach Conaripe fuhr, um dort einen Freund zu besuchen, bevor sie sich auf nach Valdivia machen wird.
Der Abschied von Barbara machte uns allen schmerzlich bewusst, wie wenig gemeinsame Zeit uns noch blieb und die Aufregung über die bevorstehende Trennung der Gruppe breitete sich aus.
Gegen 21 Uhr kam dann ein letztes Mal unser lieber Fahrer Washington, um die Koffer einzuladen und uns zum Busterminal zu bringen, wo Ingrid, Juan Carlos, Sergio, Fernando und Jorge schon auf uns warteten. Der Weg zum Busterminal ist zwar nicht weit, aber die letze gemeinsame Fahrt wurde mit einem Abschiedslied noch einmal richtig zelebriert. Am Busbahnhof angekommen, überreichten wir Washington eine Geschenktüte mit kleinen Erinnerungen an die deutsche Gruppe, deren Mitglied er in den letzten Wochen geworden ist. Die Geste rührte ihn so sehr dass er kaum noch sprechen konnten und als ihm dann die Tränen in den Augen standen, konnte auch wir unsere Emotionen nicht mehr zurückhalten.
Das Verladen des Gepäcks in den Bus und die Verabschiedung von denen, die bleiben verursachte noch einmal einige Aufregung und feuchte Augen. Aber wir vertrauen darauf, dass wir uns alle früher oder später wieder sehen werden und solange werden wir aneinander denken und alle Medien nutzen, um miteinander in Kontakt zu bleiben.
Agnes Barth
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Kultur und Tanz
3.9.2008 von admin.
Museumsbesuch, Tanzvorführung von Schülern und das eigene Tanzbein bringen in Kontakt mit der Kultur unseres Gastlandes und unserer Gastgeberinnen und -geber.
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In Werkstätten und Häusern von Freunden
3.9.2008 von admin.
Baltasar und Monika, Juan Carlos und seine Frau, Patricia und Nestor öffneten für uns ihre Werkstätten und Häuser und gewährten uns bewegende Einblick in ihre Arbeits- und Lebnswelt.
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Die Begegnungen erreichen nochmal einen Höhepunkt
2.9.2008 von admin.
Tagebuch 01.09.2008
Heute morgen um 8.00 Uhr: Das Wetter ist unverändert, es regnet nach wie vor und die Sonne war wieder nicht sichtbar. So langsam wurde unsere Gruppe traurig.
Heute stand noch mal ein Tag mit vielen Begegnung an. Zunächst war um 9.30 Uhr ein lockeres Gespräch mit dem Bischof von Villarrica. Leider erzählte Sixtus Parzinger uns sehr viel aus der Geschichte der Missionierung anstatt auf aktuelle Gesichtspunkte einzugehen.
Nach einer knappen Stunde in einem etwas unterkühlten Raum verabschiedeten wir uns von ihm und fuhren zur ersten Werkstätte eines Kolpingmitglieds. Baltasar und seine Frau begrüßten uns sehr herzlich in ihrem gemütlichen Haus. Er war ganz aufgeregt vor Freude, dass wir seine Werkstatt besichtigten. Er drechselt und stellt Lampenfüße und andere kleine hübsche Holzarbeiten her.
Nach einer Tasse Tee oder Kaffee und mit frischen Hefeküchlein machten wir uns weiter auf den Weg zu der nächsten Werkstatt in Villarica. Juan Carlos Ramirez zeigten uns sein Haus und die dahinter liegende Werkstatt. Es wurde sichtbar, dass er einige Angestellte hat, die für ihn arbeiten. Er produziert stabile Holzmöbel her, wie Klappstühle (Regiestühle), Tische, Hocker aber auch kleinere Holzarbeiten. Wir sind sehr beeindruckt von dem kleinen Unternehmen, das ein großes Holzlager besitzt und in einem neuen Ausstellungsraum große Mengen an Produkten vorhält. Juan Carlos, der auch Vorsitzender seiner Kolpingsfamilie ist, berichtete uns, dass er das Nachbargrundstück kaufen konnte und seinen Betrieb nun vergrößern kann. Zum Abschied schenkte er uns noch einen selbstgefertigten Magnet und einen Holzschuh-Anhänger.
Und weiter geht’s. Wir konnten es fast nicht glauben: Der Regen wird weniger. Die nächste Werkstatt machte wunderschöne Holzarbeiten uns Rauli Holz. Beeindruckend war, auf welcher kleinen Fläche sich die Werkstätten und der Ausstellungsraum von Partricia und Nestor befanden. Dort gab es wunderschöne geschnitzte Holzsachen wie Schälchen und Schälchen, Schöpfkellen, kleine Löffelchen, Schweinchen, Gockel, … . Die eine oder der andere machen hier einen Großeinkauf für Mitbringsel nach Deutschland. Mit diesem Besuch endete der Vormittag und wir machten uns zum Mittagessen auf. Dort wärmten wir uns am warmen Ofen und: ES REGNET NICHT MEHR!
Nach dem Mittagessen und lockeren Gesprächen mit Padre Walter machten wir uns zur nächsten Besichtigung auf. Wir besuchten die Industrieschule San José, eine Schule für Jungen, die vom Kolpingwerk gegründet und die Padre Walter bis vor 14 Jahren zehn Jahre leitete. Sie ist eine weiterführende Schule vergleichbar mit unseren Realschulen. Dort können die Jungen in verschiedenen Bereichen einen Abschluss machen: Metallbearbeitung, Elektronik, Schreinerei und Automechanik. Im Moment hat diese Schule 691 Schüler wovon ca. 70% aus ärmeren Verhältnissen stammt und aus Villarrica und der weiteren Umgebung sind. Manche gehen auch in ein Internat, weil der Weg nach Hause zu weit ist.
Weiter geht’s zur Aussenstelle Villarrica der Katholischen Universität Chiles, diese hat ein deutscher Priester namens P. Paul Webering gegründet. Fachbereiche sind: Pädagogik und Mapuchekultur. Die dortige Direktorin präsentierte uns ihre Uni per Power-Point-Präsentation. Ein wichtiger Bestandteil ist die Vermittlung der Mapuche-Kultur, wo eigens eine indigene Lehrerin diese Kultur unterrichtet. Ein schönes Museum brachte uns diese Kultur näher.
Der Nachmittag endete mit einer Tasse Tee oder Kaffee im Casa Kolping.
Pünktlich um 19.45 Uhr wurden wir von Washington zu einer Tanz-Gala Aufführung abgeholt. Eine Tanz-AG einer Schule von Villarrica führte uns durch die Regionen von Chile mit verschiedenen Tänzen. Wunderschön und sehr kurzweilig war diese Vorführung.
Dann ging es zum feierlichen Abschluss dieser Reise. Die hauptamtlichen des Kolpingwerkes und wir verbrachten einen wunderschönen Abend im Festsaal des Casa Kolping. Es wurde eigens ein Alleinunterhalter engagiert, der typisch deutsche Musik spielte. Bei feinem Essen – als Abschluss Schwarzwälder Kirschtorte und ausgelassenem Tanz endete dieser Tag erst am nächsten Morgen.
Kathrin Essig
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Von Wasserbetten, begossenen Pudeln und nicht enden wollenden Regenschauern
2.9.2008 von admin.
Sonntag, 31.08.2008
Es ist unfassbar, seit vier Tagen regnet es Bindfäden und obwohl der Wetterbericht Besserung versprach, hört es einfach nicht auf zu regnen. Allmählich arbeitet sich der Regen durch die Zimmerdecken, so dass für einige aus unserer Gruppe das Wort ‚Wasserbett‘ eine völlig neue Bedeutung bekommt. Das alltägliche Grau des Himmels drückt so langsam ein wenig auf unsere Gemüter, aber die Begegnungen mit unseren chilenischen Kolpingbrüdern und -schwestern sorgt immer wieder für heitere Stimmung, die sich hoffentlich auch bald aufs Wetter überträgt.
Zu den Hightlights des heutigen Tages gehörten die Messe in der Kathedrale und das Treffen mit den Kolpingsfamilien aus Villarrica. Die Messe stand unter dem Motto „Tag der indigenen Bevölkerung Chiles“, der seit einigen Jahren immer Ende August gefeiert wird. Aus diesem Anlass gestaltete eine Gruppe junger Mapuche in traditioneller Kleidung und mit traditionellen Musikinstrumenten den Gottesdienst mit. Nach der Messe sind wir zum Casa Kolping gefahren, wo die Kolpingsfamilien ‚Santa Clara‘ und ‚Esfuerzo y Trabajo‘ uns bereits erwarteten.
Das Casa Kolping in Villarrica ist das älteste Chiles. Neben einem Saal mit Küche, der als Treffpunkt für die Kolpingsfamilien dient, gibt es noch zwei zusätzliche Gebäude. Einen weiteren großen Saal, in dem verschiedene Fortbildungskurse angeboten werden sowie ein weiteres Gebäude mit ca. 40 Betten, die als Übernachtungsmöglichkeit für die Kursteilnehmer dienen.
Das Treffen mit den Kolpingsfamilien war wieder einmal sehr schön und herzlich. Als wir ankamen bereiteten die Frauen gerade das Brot und die Salate fürs Mittagessen zu, so dass wir ihnen dabei noch ein wenig über die Schulter gucken konnten. Draußen waren während dessen die Männer um den Grill versammelt, auf dem lecker aussehende Rindfleischlappen auf dem Spieß vor sich hin brutzelten. Zur gleichmäßigen Garung wurden die Spieße mechanisch gedreht. Es war nicht nur schön anzusehen sondern es bot uns auch die Möglichkeit sich am Grill mal wieder so richtig aufzuwärmen.
Das Fleisch brauchte ca. 1 ½ Stunden bis es fertig war. In der Zwischenzeit sorgte daher Sergio, Bildungsreferent des Kolpingwerks Chile, zusammen mit seinem Bruder Jaime und seiner Nichte Melissa für musikalische Unterhaltung, wodurch die Stimmung rapid (muy rapido) angeheizt wurde. Beim Essen halfen dann Bier und Wein die letzten sprachlichen Barrieren zu überwinden. Insgesamt war es ein sehr schönes und herzliches Treffen mit unseren chilenischen Kolpinggeschwistern. Der Rest des Tages war zur freien Verfügung. Während wir uns schon seit Tagen darauf gefreut hatten, endlich Villarrica zu Fuss zu erkunden, machte uns der strömende Regen einen Strich durch die Rechnung. Nur ein paar Hartgesottene kämpften sich durch den Regen und die reißenden Bäche, die sich nach tagelangem Regen auf den Straßen gebildet haben. Der Rest der Gruppe zog es dagegen vor mit Washington im Bus zurück zum Hotel zu fahren. In der gut geheizten Rezeption verbrachten wir bei gedownloadeter Tagesschau, einem kleinen Onze und netten Gesprächen den Rest des Abends.
Und wohl jeder von uns ging mit der Frage schlafen: Wird es morgen wohl endlich aufhören zu regnen?
Melanie Hackenfort
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Von der Kathedrale zum ‘asado’
1.9.2008 von admin.
Nach der Sonntagsmesse in der Kathedrale von Villarrica mit Bischof Sixtus Parzinger luden uns die zwei Kolpingsfamilien am Ort zum ‘asado’.
Der Gottesdienst war mitgestaltet von einer Gruppe junger Mapuche, da die Kirche in Chile der indigenen Bevölkerung gedachte und in einer Stellungnahme die Selbstbestimmungsrechte der Mapuche betont und einfordert.
Das asado wurde uns im ältesten ‘casa kolping’ von lebenslustigen Ehepaaren bereitet. Ein super Essen und gemeinsamer Gesang und Tanz brachten uns schnell näher.
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On tour mit Padre Walter
1.9.2008 von admin.
Samstag, 30.08.2008
Von Villarrica fahren wir ins Tal von Lican Ray. Dort erstreckt sich an der Südseite des Vulkans Villarrica (2.840 m) auf einer Länge von 70 km das Pfarrgebiet von P.Walter.
P. Walter ist seit 1961 in Chile, seit ´66 in Villarrica. Er ist Mitgründer des Kolpingwerkes in Chile und von Beginn an dessen Präses. Er hat unglaublich viel zu erzählen – traurige und lustige Geschichten. Und er hat heute sichtlich Freude daran, uns in seiner deutschen Muttersprache durch seine chilenische Heimat zu führen. Er versorgt uns auch mit kopierten Kartenausschnitten, älteren Postkarten und neueren Hochglanzprospekten aus der Region … und ist der Einzige, der genaue Höhenangaben zu den Bergen machen kann!
In Lican Ray verlassen wir die geteerte Straße und sehen eine ca. 8 m hohe Wand aus erkaltetem Lavagestein. Beim bislang letzten Ausbruch des Vulkans Villarrica im Jahre 1971 ergoss sich die Lava 20 km weit in die Täler.
Missionsstation der Gengenbacher Schwestern
In Pucura besichtigen wir die Missionsschule der Gengenbacher Schwestern. Nach Brand und Neuaufbau 1981-84 sieht alles für chilenische Verhältnisse sehr nobel aus. Die großen, hellen Klassenräume sind mit einer bunten Mischung aus Lehrtafeln, Schaubildern und Heiligen- und Papstbildern gestaltet. Die Kinder mit dem weitesten Schulweg sind während der Woche im Internat untergebracht, das wir auch besichtigen. Es gibt noch drei chilenische Schwestern, von denen eine unterrichtet, ansonsten gibt´s angestellte Lehrer.
Coňaripe
Wir fahren entlang des Lago Calafquen, sehen viele schöne Wasserfälle und passieren zunächst eine Gedenkstelle, wo früher Conaripe war. Das Dorf wurde beim Vulkanausbruch 1964 komplett zerstört, viele Menschen kamen ums Leben.
Im Internat Santa Cruz begrüßt uns die Kolpingjugend mit einer Präsentation der wunderschönen Natur, wie sie bei Sonnenschein sein könnte. Die Jugendlichen wandern erstaunlicherweise am Wochenende gerne! Leider können nur vier von ihnen da sein, weil die meisten wegen Studium oder Arbeit fern der Heimat leben. Juanins Mama bereitet für uns die weltbesten Empanadas de queso zu, gefüllt mit original Schweizer Käse, den eine der Heilig-Kreuz-Schwestern, die das Internat betreiben, aus dem Mutterhaus in Münsterlingen (?) bezieht.
San Miguel
Wir stoppen kurz bei der Wallfahrtskirche San Miguel. Ivar ist dort Dorfschullehrer für 16 Kinder. Morgens holt er sie mit dem Kleinbus in der Umgebung ab, sonst würden viele gar nicht kommen. Er erzählt uns, dass ab 10 Kindern ein Lehrer bezahlt wird, ab 14 gibt´s auch Mittagessen. Zur großen Michaelswallfahrt kommen alle Menschen aus dem Umland, laut Padre Walter auch die, „die nicht recht wissen, was sie glauben.“
Wir fahren entlang eines Kanals, der schließlich ein Wasserkraftwerk speist. Übrigens gewinnt Chile nach Angaben von Olegario rund 95 % seiner Energie aus Wasserkraft.
Panguipulli
Die Schreinerei Muebles Kolping besteht seit rund 20 Jahren. Sie wurde gegründet um Arbeitsplätze zu schaffen. Seit 11 Jahren ist Jorge Olea Leiter der Einrichtung und hat schon viele Jugendliche ausgebildet. Derzeit sind im Betrieb 2 ältere Fachkräfte und 11 junge Lernende tätig. Nach nur 3monatiger Einarbeitung/Ausbildung werden sie „vor die Löwen geworfen“ , wie Jorge sich ausdrückt. Die Stühle, Tische, Schminktischle und viele andere Möbel sind nach unserem Eindruck von sehr guter Qualität. Unsere Fachfrauen Barbara und Nathaly sind begeistert. Die Werkstatt ist gut ausgestattet mit allen notwenigen Maschinen, allerdings sind diese deutschen Spenden doch schon etwas in die Jahre gekommen, das älteste Stück ist Baujahr 1950. Das Geschäft läuft gut, ist aber immer unsicher.
Nach einem guten Mittagessen im Restaurant (u.a. Empanadas de queso, Kartoffelbrei) schauen wir kurz die berühmte zweiturmige Holzkirche von Panguipulli von außen an.
Auf der Rückfahrt über Lican Ray herrscht dann schläfrige Stille, bis auf die Tagebuchschreiberin dösen alle …. die ungewöhnliche Ruhe ergreift auch Fahrer Washington… er hält vorsichtshalber kurz an und kippt sich etwas Wasser über den Kopf.
Wir kommen aber wohlbehalten ins Kolpinghotel Villarrica zurück.
Heute hat es wirklich nur ein Mal geregnet – von 0-24 Uhr.
Nathaly Duske
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Auf Schotterpisten durch die Pfarrei von Padre Walter
31.8.2008 von admin.
Gestern, am 30. August, führte uns Padre Walter Heckemeier über einige Stationen seiner Pfarrei nach Conaripe. Dort stellten uns die Kolpingjugendmitglieder in einer Fotoschau die ursprüngliche Schönheit ihrer atemberaubenden Berg- und Urwaldwelt vor.
Weiter gings durch wunderschöne Landstriche an riesigen und kleineren Seeen vorbei nach Panguipulli in die Schreinerei des Kolpingwerkes. Es regnete ununterbrochen und brachte so manche moderne Einrichtung an ihre Grenzen.
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Teilnahme an der Vorstandssitzung des Kolping Nationalverbandes Chiles
31.8.2008 von admin.
Freitag, 29.08.2008
Am Morgen bestand die Möglichkeit vor und nach dem Frühstück die Thermalanlage zu nutzen. Man konnte Spaziergänge um die Anlage machen, die Kapelle besichtigen oder zum Schwimmen und Massage gehen. Am Mittag war die Rückfahrt nach Villarrica.
Nach dem Mittagessen fand die Versammlung des Kolpingverbandes (Erwachsenen und Jugendlichen) mit den Reiseteilnehmern statt. Das Hauptthema war die Verbesserung des Partnerschaftsverhältnisses Chile – Freiburg. Es wurden nochmals die Vorschläge erörtert, die von den Arbeitsgruppen zuvor erarbeitet wurden.
Als Ergebnis wurde festgehalten, dass an zum einen die Kommunikation zwischen den beiden Partnern verbessert und zum anderen dazu beigetragen wird, dass sich für die chilenischen Kolpingsfamilien die Situation verbessert sich langfristig Versammlungsräume zu schaffen.
Roland Dörner und Berthold Ludwig
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Relaxed zum offiziellen Treffen mit dem Nationalvorstand und der Nationalleitung
30.8.2008 von admin.
Nach einer erholsamen Nacht in den Cabanas von San Luis, einem guten Frühstück und dem ein oder anderen beherzten Sprung ins Thermalwasser oder einem erholsamen Massegetermin kehrten wir in eineinhalbstündiger Fahrt nach Villarica zurück.
Dort wartete die Nationalleitung der Kolpingjugend Chile und der Nationalvorstand auf uns. Wir trafen uns zu einem offiziellen Treffen mit Kravatte und Anzug bzw. hohen Schuhen und Kostümen und tauschten Grußadressen aus. Als Zeichen der Verbundenheit übergaben wir das zweite und gut gebrauchte Diözesanbanner. Es soll zukünftig bei Veranstaltungen des chilenischen Kolpingwerkes wie bei der nationalen Wallfahrt im November wehen.
Auch haben wir die wichtigsten Punkte der Partnerschaftswerkstatt vom Dienstag ausgewählt und die Partnerschaftsarbeit neu vereinbart.
Zukünftig soll so das bisherige Partnerschaftslogo der Kolpingjugend für die gesamte Partnerschaft zwischen KOLPING Chile und KOLPING Freiburg genutzt werden.
Die Leitungen der Kolpingjugend arbeiten zur Zeit sogar noch in einer “reunion”.
29.08.2008 20:15 Uhr Ortszeit Villarica
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Nass von oben und unten
30.8.2008 von admin.
Der Donnerstag stand im Zeichen des Wassers. Die Mapuche haben die Hütten waserdicht gebaut. Der satte Regen füllte die zwei Zuflüsse der “los ojos el caburga”. Doch in den Kolping Thermen San Luis war der kühle Regen bei 39 Crad im Thermalwasser bestens zu genießen.
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Nass von oben und unten
29.8.2008 von admin.
Donnerstag, 28.09.2008
Heute haben wir Villarrica für einen Tag verlassen. Nach einer Stadtrundfahrt mit Besichtigung einer Mapuche Ausstellung im Zentrum von Villarrica und einem kurzem Einkaufstop sind wir nach Pucon gefahren. In Pucon haben wir bei strömenden Regen einen Strandspaziergang am Lago de Villarrica gemacht. Anschließend konnte jede und jeder die Innenstadt von Pucon erkunden. Auf der Weiterfahrt zu den Thermen San Luis legten wir einen kleinen Zwischenstopp bei den „Los Ojos el Caburga“ (2 Flüsse die über 2 Wasserfälle sich vereinen) ein. Über rutschige Pfade erreichten wir auch die „Laguna azul“. Danach ging es an einigen Seen, auf denen herrliche Schwäne mit schwarzen Köpfen schwammen, zu unserem Endziel.
Die Thermen von San Luis
Die Thermen liegen ca. 25 km von Pucon entfernt in einem abgelegen Gelände (eine Idylle in der Nähe des Vulkans Villarrica) .
Der Nachmittag diente zur Erholung von den Strapazen der letzten Tage. Je nach Lust und Laune konnte man sich in den verschiedenen Thermalbecken in der Sauna oder bei einer Massage entspannen.
Hier verbrachten wir den Rest des Tages und übernachteten in den „Cabanas“ auf dem Gelände der Thermen.
Diese Thermen sind ein wirtschaftlicher Eigenbetrieb des Chilenischen Kolpingwerks, mit dessen Überschüssen die Verbandsarbeit finanziert wird. Wir genießen diese Einrichtung in vollen Zügen.
Roland Dörner und Berthold Ludwig
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Kolpinghaus im ‘deutschen’ Jugendstil
29.8.2008 von admin.
Mittwoch, 27.08.2008
8.00 Uhr Frühstück
9.00 Uhr Messe mit Padre Walter in der Hauskapelle im Kolpinghaus
anschließend Weiterfahrt nach Valdivia bei Regenwetter. Ankunft bei Regenwetter um ca. 11.30 Uhr Valdivia ist umgeben von Flüssen und Seen.
Eine Stunde Aufenthalt, Besuch des berühmten Fischmarktes, den Handwerksläden, einger Straßen und der Kathedrale aus den 60er Jahren. Weiter ging es ins Kolpinghaus, eine sehr gemütliches Hotel mit vielen Versanstaltungsräumen. Dort treffen wir Gisela Ramirez von der südlichsten Kolpingsfamilie der Welt. Sie kommt von der Insel Chiloe. 11 Stunden Busfahrt. Es war ein herzliches Wiedersehen, denn sie war letztes Jar mit der chielnischen Delegation in Freiburg und bei uns in Gruol. Sie hat uns vieles erzählt, die Stickmaschine hat gekauft und will jetzt noch den Raum vergrößern. Ihr Mann mit den beiden Söhnen hat uns auch begrüßt, sie wohnen jetzt noch 3 Tage bei ihren Schwiegereltern. Gisela sieht sie zum ersten Mal, weil sie das Geld zur Fahrt nicht hatte. Zum Mittagessen trafen wir die Repräsentanten von Kolpingsfamilien aus der Region und weiter südlich. Nach dem Essen stellen sich die Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Kolpingsfamilien aus 4 Diözesen vor. Sie sind alle glücklich, heute bei uns zu sein. Sie hoffen, dass wir alle zusammenarbeiten und eine Familie werden. Gisela vertritt Chiloe als Präsidentin ihrer Kolpingsfamilie, sie freut sich sehr bei uns zu sein. Die Stimmung in Valdivia ist sehr schön. Markus dankte allen mit einem Anstecker.
Dann besuchten wir die Festung de Niebla mit Museum, eine ehemalige spanische Festung am Pazifik.
Zurück im Studentenheim Valdivia treffen wir vier Kolpingsfamilien treffen. Empfang mit dem Bischof der Diözese Valdivia, Monsignore Carlos Ducas . Er wünscht uns, das wir uns hier wohlfühlen und eine gute Zusammenarbeit in der EinenWelt.
Markus bedankte sich und als Gastgeschenke gab es das „Backbüchle“. Die Bücher kommen sehr gut an, esse ‚die‘ Chilenen doch sehr gerne Süßes. Danach wieder einen Stehempfang mit Wein, Käse-Empanandas und gefüllten Muscheln, der liebevoll zubereitet war.
Dann Aufbruch und ein kleine Irrfahrt durch Valdivia. Auf der dann doch getroffenen Route Rückfahrt mit Badener- und Hohenzollernlied und derem deutschen Liedgut nach Villarica.
Um 21.15 Uhr Ankunft und Abendessen.
Elisabeth und Reinhold Maier
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Südlichste Kolpingsfamilie der Welt
28.8.2008 von admin.
Auf der Insel Chiloe liegt die südlichste Kolingsfamilie der Welt. Sie war mit Gisela Ramiez in Valdivia bei einer Zusammenkunft im sehr gemütlichen Kolping Hotel zusammen mit den anderen Führungskräften aus den Diözesen Osorno, Valdivia und Castro vertreten. Beim gemeinsamen Mittagessen, natürlich mit Lachs, schmol schnell das Eis. Bei Wind und Regen waren wir gemeinsam zur spanischen Festungsanlage Niebla unterwegs. Am Nachmittag folgte dann eine weiter Zusammenkunft im neuen Studentenwohnheim auf der Rückseite des Hotels. In diesem schönen Haus, das mit Freiburger Unterstützung gebaut wurde, gab uns auch der Bischof Mgs. Carlos Ducas die Ehre.
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Seelöwen und Lachs
28.8.2008 von admin.
Seelöwen fressen direkt die Reststücke aus Kräten und Haut, wenn die Fischer die Lachse filetieren. Beobachtet haben wir das auf dem Fischmarkt der sehr deutschgeprägten Stadt Valdivia. Auffällig wird das ‘Deutsche’ beispielweise auch am Werbespruch der Brauerei Kunstmann: “Kunstmann - das gute Bier”
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Partnerschaftswerkstatt – Taller de fraternidad
28.8.2008 von admin.
Dienstag, 26.08.2008
Endlich an einem Platz. Erste Eindrücke bei Tag am Hauptsitz des chilenischen Kolpingwerkes. Im Frühstücksraum und in den Tagungsräumen des Hotel Kolping ist es gut geheitzt. Hier können wir uns wohlfühlen. Und: Die Menschen mit denen wir heute arbeiten, kennen wir zum großen Teil schon. Manche davon sogar schon über einen langen Zeitraum. Da sind Padre Walter, Juan Carlos, Ingrid, Jorge, Sergio auf der Seite der Hauptberuflichen bei Kolping Chile, die uns doch sehr vertraut sind. Auch Padre Ernesto Castro, der geistliche Leiter der Kolpingjugend, den neuen Präsidenten des OKCH Oscar Díaz, die Koordinatoren Fernando (Zona Sud), René (Zona Central) und Olegario (Zona Chico Norte) sowie die nationale Schatzmeisterin Ruth haben wir auf unserer Reise schon kennengelernt. Als Vertreter der Nationalleitung der Kolpingjugend sind Pepe (Martha) und Manuel dabei, die wir in Linares schon kennen und schätzen gelernt haben. Neu dabei sind aus dem Nationalbüro Sergio Aravena, zuständig für das Mikrofinanzsystem, und Elizabeth Boelike, die mit Jorge im Finanz- und Rechnungswesen arbeitet.
Mit ihnen zusammen arbeiten wir den ganzen Tag in einer Werkstatt zur Weiterentwicklung unserer Partnerschaft. Gut angeleitet und beseelt von Sergio beginnen wir die erste Runde. Nach einer Einführung Sergios und offiziellen Statements von Oskar und Juan sowie Markus und Nathaly machen wir uns in vier Kleingruppen in Vorstellungrunden miteinander vertraut und tauschen erste Ideen zur Vertiefung und Weiterentwicklung der Partnerschaft aus.
In einer weiteren Runde der Großgruppe werden in vier PowerPoint-Präsenttationen aktuelle Informationen zum Stand der Verbände in Freiburg und Chile gegeben. Auch auf Projekte der letzten Jahre wird eingegangen.
So auf Stand gebracht starten wir in die dritte Rund. Es geht darum das Entwicklungspotential der Partnerschaft festzustellen und Ideen für konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Diese Arbeit in Kleingruppen ist anstrengend auch weil die Übersetzungsmöglichkeiten ganz unterschiedlich sind. Auch die Voraussetzungen zur Beteiligung sind ungleich.
Dennoch kommen in der Vorstellungsrunde der Kleingruppenergebnisse eine aktuelle Analyse und sehr brauchbare und gute Ergebnisse heraus. So wurden die Ideen zu einem gemeinsamen Tag der Partnerschaft, die schon bei der Partnerschaftswerkstatt im Mai 2007 in Freiburg (damals waren zehn Freunde des OKCH bei uns zu Gast) konkret konzipiert. Aber auch Ideen zur Ausweitung des Austausches von Informationen und Kolpingmitgliedern wurden umsetzbar ausgestaltet.
Die Werkstattarbeit war lebendig gestaltet mit chilenischen Liedern, in unterschiedlichen Räumen, im Schein der großen Partnerschaftskerze und aufgelockert durch eine deutsche Volkstanzrunde. Und wie an allen Orten bisher auch wurden wir nicht nur als Gäste begrüßt sondern die Häuser in Villarica öffneten sich als unsere Häuser. Wir fühlen uns tatsächlich hier zuhause und daheim in einer großen Weltfamilie, wie es Oskar, der sehr sympathische und authentische neue Nationalpräsident ausdrückte. Und es ist gemeinsam, zwischen Chilenen und Deutschen, zwischen Jugend- und Erwachsenenvertretern in einem sehr verbundenen Geist und Denken gelungen, konkrete Vorschläge zu erarbeitet, wie die Partnerschaft weiter ausgebaut und gestärkt werden kann. „Denn nur wenn wir uns in das Leben des jeweiligen anderen Partners einmischen, werden wir wachsen können, so wie wir als Personen nur wachsen können, wenn wir Jesus Christus in unser Leben sich einmischen lassen .“ so fasste Juan Carlos Saéz die Grundmotivation der fraternidad / Partnerschaft zwischen Deutschen und Chilenen zusammen.
Der Tag wurde abgerundet mit einem Abendgebet vor dem linken Seitenaltar der Kathedrale von Villarica, wo seit 2000 ein Reliquie des Seligen Adolph Kolping verehrt wird. Hier haben wir um die Wegbegleitung unserer fraternidad – Partnerschaft durch Jesus Christus gebetet. Adolph Kolping haben wir um Fürsprache gebeten. Für die vielen Bitten der versammelten Partnerschaftsrunde war Raum und wir haben das Wort Gottes als Grundlage für unser Leben gehört und in seiner Relevanz ausgelegt.
Eine Runde mit Sergio zum weiteren Programm und ein gegenseitiger Austausch zu den jeweiligen Befindlichkeiten rundeten den Tag ab. Und dann gingen wir zum gemeinsamen Essen, bei dem der lange Tag bei guten Gesprächen, einer warmen Suppe, ausgezeichnetem chilenischen Lachs sowie Pisco sour und vino tinto einen angenehmen Ausklang fand.
Markus Essig
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Partnerschaftswerkstatt - Taller de fraternidad
27.8.2008 von admin.
Dienstag, 26.08.2008
Bei der ganztägigen Werkstatt in Villarica mit einem großenTeil des Direktorios und der Kolpingjugend-Leitung Chiles haben wir in Kleingruppenarbeit konkrete Vorschläge für die zukünftige Partnerschaft / fraternidad vorwiegend in bilingualen Kleingruppen erarbeitet.
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Auf in den Süden
26.8.2008 von admin.
Montag, den 25.08.2008
Ein Blick aus dem Fenster verriet schon, dass es heute wieder ein schöner Morgen werden sollte. Milde Temperaturen und blauer Himmel, so verließen wir Linares pünktlich um 9.00 Uhr, um in Richtung Temuco aufzubrechen. Doch schon nach einer halben Stunde Fahrzeit kam das Prophezeite: dunkle Wolken und Regen. Leider beschlugen unsere Scheiben so schnell, dass wir kaum was von der wechselnden Gegend und Vegetation mitbekamen, aber im hinteren Teil des Kleinbusses wurde dafür fleißig spanisch gelernt, Vokabeln und Sätze wiederholt, die wir für unsere Gespräche mit den Chilenen gut gebrauchen können.
Die Fahrt war sehr kurzweilig und nach ca. 2 Stunden hielt Washington – unser liebenswürdiger und netter Busfahrer an – ein kurzer Ausflug an eine touristische Attraktion steht auf dem Programm: Salto de Laja
Endlich Beine vertreten! Wir hatten eine halbe Stunde Zeit uns diesen imposanten und beeindruckenden Wasserfall anzuschauen. Tosendes Wasser und tiefe Schluchten erwarteten uns.
Weiter ging die regnerische Fahrt in Richtung Collipulli. So langsam wurden wir hungrig und unser Ziel war eine Kneipe, in der vor allem chilenische Arbeiter Mittag essen.
Nach kurzer Absprache gab es Cazuela, ein Suppeneintopf mit Rindfleisch, Nudeln und Gemüse, dazu Salat, Vino Tinto und zum Abschluss der schon für uns gewohnte Nescafe.
Wieder einmal mit vollem Bauch machten wir uns auf nach Temuco. Dort erwartet uns um 16.00 Uhr die Kolpingsfamilie Trarefar. Eine kleine nette Casa Kolping mit einem warmen Ofen und ca. 20 Frauen. Fernando, der Koordinator für den Süden, der uns für die weitere Zeit begleiten wird, begrüßt uns herzlich, ebenso die Vorsitzende dieser Kolpingsfamilie.
Wir stellten uns gegenseitig kurz mit Namen vor und bald schon brach „das Eis“ zwischen uns. Schwerpunkte dieser Kolpingsfamilie ist Handarbeit: Tischdecken nähen, Pullover stricken, Sticken usw.
Sie boten uns selbstgebackenen Kuchen an und zum ersten Mal tranken einige von uns den Mate Tee aus der traditionellen Tasse Lateinamerikas. Nett war‘s. Der Abschied aus diesem gemütlichen Haus fällt uns schwer, aber auch Fernando möchte den Zeitplan einhalten.
Ein Abschlussfoto mit stürmischem Regen vor dem Casa Kolping – dann geht’s weiter……
Nach kurzer Fahrt kamen wir am Centro Capacitation (Kolping Bildungszentrum) an. Schon der erste Eindruck ist modern und professionell. Jose der Leiter aller Bildungswerke von Chile stellte uns in einer PPP die Arbeit der Bildungszentren am Beispiel von Padre les Casas vor, in dem wir uns befanden vor.
Ziel ist es Jugendlichen aus niederen Schichten und armen Verhältnissen eine Ausbildung zu geben, so dass diese berufliche Perspektiven für ihr Leben haben: Verschiedene Berufe werden ausgebildet: Service in der Gastronomie , Schlosser, Elektriker, Fliesenleger- und Bauberufe, Küchenmeister, Verwaltung, … .
Die Hausleiterin führte uns in die Werkstätte, so dass wir direkt vor Ort sehen konnten, wie die Jugendlichen arbeiten. Bei einem kleinen „Once“ ein Snack mit Piscosauer kamen wir alle miteinander ins Gespräch und konnten noch gezielte Fragen klären.
Um 20.00 Uhr wurden wir in einen Saal geführt und herzlich von Juan begrüsst, der schon mittags in Collipulli zu unserer Gruppe dazu stieß. Er ließ es sich nicht nehmen, uns eine Weile zu begleiten. Juan ist Diözesanvorsitzender von Villarica und Vorsitzender einer Kolpingsfamilie von Temuco. Ein chilenisches Nationalgericht wurde uns serviert – Pulmay – ein Eintopfgericht mit Muscheln, Fleisch, Kartoffeln. Zusammen mit vielen anderen chilenischen Kolpingsbrüder und Schwestern verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit Quecha Tanz, Walzer-Tanzen, Vinto Tinto trinken uvm. Auch ein Mapuche stellte sich kurz vor, wünschte uns einen schönen Abend und das sogar in deutscher Sprache.
Vom vielen Essen und langem Sitzen wurden wir doch langsam alle müde und waren froh, dass wir um ca. 21.30 Uhr nach Villarica aufbrachen. Washington fuhr uns zielstrebig an unser vorerst letztes Hotel, wo wir endlich ein paar Tage fest stationiert sind. Nach einstündiger Fahrt waren wir da, bezogen unsere Zimmer und stellten
erstaunt fest: Zum ersten Mal in Chile gab es eine Zentralheizung!!!!
Padre Walter begrüßte uns in seiner deutscher Muttersprache und sagte in Villarica regnet es 13 Monate – wir hoffen natürlich, dass das Wetter bei uns eine Ausnahme macht – mal sehen!
Bei kleiner Runde saßen wir noch gemütlich auf dem Flur zusammen und ließen diesen Tag , mit neuen und vielen Eindrücken, ausklingen.
Kathrin Essig
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Am Geburtsort des chilenischen Kolpingwerkes
26.8.2008 von admin.
Hier fing alles an: Der Kapuzinerpater Florino Stöhr aus Aschaffenburg herstammend hat Ende der 1970er Jahre für junge Mapuche (Indigene) mit Berufsausbildung in Padre Las Casas angefangen. Heute steht hier ein großes Berufsbildungszentrum, in dem junge Frauen und Männer unter anderem zu Schlossern ausgebildet werden.
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Begegnungen auf Augenhöhe
26.8.2008 von admin.
Im Haus der Kolpingsfamilie TRAREFAR in Temuco treffen wir vier Kolpingsfamilien mit überwiegend weiblichen Mitgliedern. Nach der offiziellen Präsentation entwickeln sich bei leckerem Gebäck und Getränken (erstmals mit Mate-Tee) auf Augenhöhe.
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Der Regen und reichlich Wasser kommt im Süden
26.8.2008 von admin.
Kurz nach der morgendlichen Abfahrt in Linares in Richtung Süden stellt sich ein echter Landregen ein. An den Saltos de Laja treibt es uns die Gischt des riesigen Wasserfalls beim Näherkommen ins Gesicht. Der nasse Winter zeigt uns die Zähne auch wenn schon die ersten Pflanzen wie der Weißdorn oder Rosmarin blüht.
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Ein Tag im Huapi … ein Tag voller Gegensätze
26.8.2008 von admin.
Sonntag, 24. August 2007, Linares
Heute waren wir in Linares. Zum ersten mal konnten wir mehr oder weniger ausschlafen, denn in Linares hatten wir zwei Übernachtungen, so dass wir unsere Tasche nicht packen mussten. Frühstück gab es in Waldos Pfarrgemeinde zusammen mit ihm und einigen Vertretern des Diözesanvorstands. Im Anschluss gab es eine kleine Vorstellungsrunde, in der uns Alvaro uns die Arbeit der 8 Kolpingsfamilien im DV Linares vorstellte.
Zum Gottesdienst sind wir in Waldos Pfarrei gegangen. Die Messe war sehr beeindruckend und lebendig. Zur Kollekte wurden Geld, aber auch Lebensmittel gesammelt. Eindrucksvoll war, dass Waldo zur Gabenbereitung die Gemeinde fragte, wofür sie Gott danken möchten. Jeder der wollte, konnte dann seinen Dank aussprechen. Am Ende der Messe segnete Waldo noch ein Ehepaar, das heute ihren 64. Hochzeitstag feierte.
Wieder einmal Mittagessen… Anschließend folgte endlich einmal ein Spaziergang und Waldo führte uns durch das Wohngebiet seiner Gemeinde. Beindruckend, aber gleichzeitig erschütternd lernten wir die Lebensbedingungen seiner Pfarreimitglieder kennen: Kleine Häuser (nur 2 Zimmer für 6 bis 8 Personen), die alle von hohen Zäunen umgeben sind; ungeteerte Straßen, Müll überall und zwischen drin spielende Kinder und streunende Hunde ließen die Armut spürbar werden. Eine eher traurige Begegnung war mit einigen Jugendlichen die zugedröhnt waren mit Alkohol oder Drogen. Waldo hat uns dann noch ein wenig über die Problematik der Armut in Chile erklärt, z.B. lehnt eine Familie seit Jahren ab, sich ein neues Haus finanzieren zu lassen, da sie einfach ihre Hütte nicht verlassen wollen, obwohl ein neues Haus viel komfortabler wäre. Waldo erzählt auch noch von einem Vorfall, bei dem ein Jugendlicher einen anderen Jugendlichen aus Eifersucht erschossen hat mit der Begründung, seine Freundin sei das einzige was er habe.
Sonntagnachmittag besuchten wir (die Jugendlichen
mit der Kolpingjugend Linares ein Jugendheim für Jungs, während sich die Erwachsenen mit den Kolpingsfamilien aus Linares trafen und sich über ihre Arbeit austauschten. Der Nachmittag in dem Kinderheim war sehr eindrucksvoll. Wir haben mit den Jungs kurze Kreisspiele gespielt, gebastelt und gemalt. Die Kolpingjugend Linares, die dies regelmäßig macht, haben Luftballons und Gierlanden mitgebracht um den Raum und den Hof zu schmücken und haben Süssigkeiten und Komplettos mitgebracht, über die die Kinder gerade zu hergefallen sind. Die Jungs waren total verwirrt, dass wir eine andere Sprache gesprochen haben und sie teilweise einfach nicht verstehen konnten. Und die Vorstellung, dass wir aus Europa kommen, war für sie einfach nicht greifbar.
Nach dem Nachmittag im Jugendheim gingen wir gemeinsam mit den Erwachsenen ins Casa Kolping, wo die Kolpingjugend und wir uns unsere Arbeit gegenseitig per PPP vorstellten.
Abends: Wieder einmal ein üppiges Essen … Es war ein sehr lustiger und gemütlicher Abend.
Alles in Allem war der Tag in Linares sehr schön und nicht all zu voll gepackt. Besonders die Messe und die Zeit im Jugendheim werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es war schön ein paar bekannte Gesichter von der Jugendbegegnung 2005 in Freiburg zu sehen. Egal wo wir sind, wir werden immer herzlich aufgenommen.
Melanie Hackenfort
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Die Kolpingjugend bringt Schwung
25.8.2008 von admin.
Die beiden Kolpingjugend-Familien von Linares stellen ihre beeindruckende soziale Arbeit vor und sind dabei bester Laune und voll in Aktion.
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Die Realität der Armut holt uns ein
25.8.2008 von admin.
Der zur Entspannung gedachte Verdauungsspaziergang durch den erst seit 18 Jahren bestenden Stadtteil Huapi konfrontiert uns dann mit der bedrückenden und auch nahez ausweglosen Armut vieler Familien. Finden sich über der Bahnlinie große Geschäfte und nagelneue Autos so wird hier noch der Perdekarren benutzt. Eine Ecke weiter drücken sich ein Dutzend junge Männer rum, die von Drogen und Alkohol völlig abgedreht in der Ecke stehen. Wirtschaftliche Armut geht grausam einher mit einer sehr einfachen um nicht zu sagen ärmlichen geistigen Auswegssolsigkeit.
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Intensiver Austausch
25.8.2008 von admin.
Mit dem Directorio (Vorstand) der sechs Kolpingsfamilien in der Diözese Linares entwickelten sich am Sonntag in der Pfarrei San Antonio de Paduades Diözesanpräses Waldo Alfaro intensive Begegnungen und Gespräche.
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Und dann kamen sie doch noch zum Vorschein
25.8.2008 von admin.
Pünktlich zum Abschied von den netten Mitgliedern der Kolpingsfamilie San Felipe wagte sich die Sonne durch die Wolken- und Dunstdecke. Und dann waren sie in ihrer mayestätischen Schönheit da: Die Andenkette
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In einer authentische chilenische Weinbauern-Strauße
24.8.2008 von admin.
Die Kolpingschwestern und -brüder von San Felipe führten uns auf ein chilenisches Familienweingut. In dieser überdachten kleinen “Scheune” verkosteten wir verschiedene typische Süßweine. Wir waren natürlich zum reichhaltigen Essen eingeladen. Gegen die in alle Ritzen kriechende Kälte gab es zwei kleine Bulleröfen und ein Holzkohlebecken. Doch die Ritzen waren einfach zu ausgeprägt. Die Stimmung war aber sehr gut und wir führten sehr nette und gute Gespräche.
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Fernsehgottesdienst die Zweite
24.8.2008 von admin.
Mit dieser Kolpingschwester aus Linares begann der Fernsehgottesdienst, gestaltet vom Obra Kolping Chile. Es war die zweite Aufnahme eines Fernsehgottesdienstes am selben Vormittag in Santiago. 
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„Allerseelen ist ein fröhlicher Tag“
24.8.2008 von admin.
Aufgewacht sind wir heute in der Casa Kolping in Santiago, wo es wieder mal ein super Frühstück gab.
Von dort sind wir dann schon halb 9 zu einer Kirche in Santiago aufgebrochen, in der eine Messe für das öffentliche Fernsehen aufgenommen werden sollte. Aber statt, wie angekündigt, mit Kolpingbrüdern aus Linares, fanden wir uns mit Priesteramtsanwärtern aus Santiago in der Kirche wieder, die sich darüber gefreut haben, dass wir die leeren Reihen hinter ihnen füllen. Wir kamen uns in unseren Kolping-t-shirts und mit orangefarbenen Halstüchern ein wenig auf den Arm genommen vor, nachdem wir während der ganzen Messe nicht einmal erwähnt wurden. Die Messe, zu der wir mit den Kolpingbrüdern und -schwestern eingeladen waren wurde nämlich erst danach aufgezeichnet, aber da sollten wir eigentlich schon auf dem Weg zum nächsten Treffen sein. Wir haben uns dann doch gegen den Plan und für die zweite Messe entschieden und sind noch mal anderthalb Stunden länger in Santiago geblieben. Die Messe wird übrigens am 2. 11. 08, also an Allerseelen um 8 Uhr chilenischer Zeit ausgestrahlt werden, was der Pfarrer zu Anlass nahm, eine persönliche und ansprechende Predigt über die Auferstehung und den Himmel zu halten, die sich mit „Allerseelen ist ein fröhlicher Tag“ zusammenfassen lässt.
Gegen 12 sind wir dann wieder in unseren Bus gestiegen und haben uns noch mal auf in Richtung Norden gemacht, und eine Stunde von Santiago entfernt die Kolpingfamilie von San Felipe getroffen. Ein Teil der 28 Mitglieder umfassenden Kolpingsfamilie hat uns in der Casa Kolping mit Tee uns Kuchen empfangen und die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit gezeigt. Die Frauen stricken und nähen die verschiedensten Dinge und stellen Seife her und vielleicht bekommen sie bald einen Stand auf dem Markt, wo sie ihre Produkte an den Mann bringen können.
Zum Mittagessen haben uns die Frauen dann in ein traditionelles Lokal etwas außerhalb der Stadt mitgenommen, wo wir nach einer kleinen Weinprobe und der offiziellen Geschenkübergabe bei der auch der obligatorische Schlüsselanhänger nicht gefehlt hat, ein reichliches Essen erhalten haben. Es gab zum dritten oder vierten Mal Empanadas, aber diesmal waren sie, wie ich finde, besonders gut. Die Atmosphäre des kleinen Lokals war total romantisch, auch wenn es, da die Wände nur aus Schilfgeflecht bestandenen, ziemlich kalt war. Und als dann am Nachmittag die Wolken aufgerissen sind, eine spektakuläre Sicht auf die Anden freigegeben haben und die Sonne dieses schöne Fleckchen Erde erwärmt hat, wussten wir, warum die Frauen der Kolpingfamilie uns diesen Ort unbedingt zeigen wollten. Das Essen ging ziemlich lange und war sehr unterhaltsam und nachdem gegen 16 Uhr alle ihren Nachtisch gegessen hatten, haben wir kurzerhand entschieden, den Besuch der Pilgerstätte zum Gedenken an die heilige Teresa de los Andes ausfallen zu lassen und direkt nach Linares zu fahren, um noch zu einer halbwegs annehmbaren Zeit dort anzukommen. Leider waren die Anweisungen unsere Führers an unseren Fahrer etwas unklar, so dass dieser sich heute innerhalb kürzester Zeit gleich drei mal verfahren hat und wir uns auch mal kurz auf der linken Straßenseite wiedergefunden haben. Es ist dann aber doch noch alles gut gegangen und die Stimmung im Auto ist stetig gestiegen. Unterwegs haben wir noch einmal kurz in Santiago angehalten, um Don Rene und ein wenig zu Essen ins Auto zu laden, bevor es dann endgültig in den Süden und damit immer tiefer in die Kälte hinein ging.
Nach etwa anderthalb Stunden Fahrt mussten wir uns leider von unserem bisherigen Begleiter Olivairio verabschieden, den wir inzwischen richtig lieb gewonnen haben. Mit der Fahrt in den Süden haben wir seinen Verantwortungsbereich, die Zona Norte verlassen und wurden Don Rene, dem Koordinator der Zona Central anvertraut, der uns die nächsten Tage begleiten wird.
Gegen 11 Uhr abends sind wir dann endlich in Linares angekommen, wo wir von Waldo, Raul und einer Grupe Kolpingjugendlichen herzlich begrüßt wurden. Obwohl wir alle ziemlich müde waren, konnten wir uns vor dem reichlichen Abendessen mit Sparegelsuppe, Reis und Fleisch nicht drücken, aber jetzt haben wirs geschafft bis zum nächsten Abenteuer werden wir erst mal ein paar Stunden schlafen.
Agnes Barth
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Den Tag mit dem oeffentlichen Gebet begonnen
23.8.2008 von admin.
Gemeinsam haben wir mit den Kunsthandwerkern an der Suedseite der Kathetrale von La Serena den Tag begonnen. Das Evangelium vom Doppelgebot der Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe begleitete uns mit viel Emotion den ganzen Tag.
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Jugendorchester in La Serena hat neue Instrumente
23.8.2008 von admin.
Als Berthold von demJugendorchester hoerte aktivierte er sofort seine Kontakte. Und nun konnte er in La Serna den Jugendlichen drei Violinen und eine Trompete ueberreichen.
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Zu Gast bei Handwerkern in La Serena
23.8.2008 von admin.
Heute begann der Tag fuer die meisten von uns mit einem Strandspaziergang und anschliessender Morgengymnastik, was uns nach dem vielen Sitzen und dem guten Essen sehr wohl tat.
Nach dem anschliessenden Fruehstueck fuhren wir los zum Kolping-Handwerkermarkt neben der Kathedrale, direkt im Zentrum von La Serena. Vielleicht erinnert ihr euch an den Artikel im Kolpingblatt? Die Mitglieder der Kolpingfamilie in La Serena haben Fortbildungen im Kunsthandwerk besucht und sich damit selbststaendig gemacht. Jetzt haben sie Verkaufsstaende in optimaler Verkauflage in La Serena und verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Jeden Morgen gibt es ein gemeinsames Morgengebet direkt vor dem Kunsthandwerksmarkt, und heute durften wir daran teilnehmen. Das waren sehr beeindruckende und bewegende Momente fuer uns, gemeinsam mit den Kolpingbruedern und -schwestern auf der kleinen Plaza zu stehen, gemeinsam zu singen, zu beten, die Lesung auf deutsch und spanisch zu hoeren, den Friedensgruss auszutauschen, das Kolpinglied auf spanisch und deutsch zu singen. Anschliessend hatten wir Zeit die Staende zu besichtigen, das ein oder andere zu kaufen und ueberall blickten wir in Gesichter, die uns herzlich anlachten, willkommen hiessen, uns Suessigkeiten anboten und Kleinigkeiten schenkten. Es fiel uns schwer uns zu verabschieden.
Als naechstes besuchten wir einen kleinen Kunsthandwerksmarkt, der zwei Cuadras entfernt lag. Dort verkauften Handwerker, denen die Idee des Kolping-Marktes gefaellt und die jetzt auch anfangen sich als Kolpinggruppe zu formieren und beitreten wollen. Auch dort wurden wir herzlich empfangen, bekamen Geschenke ueberreicht und wurden sogar vor laufender Kamera interviewt.
Kurze Zeit spaeter brachen wir schon wieder auf um zwei Produktionsstaetten fuer den Markt zu besuchen. Beide waren kleine Familienbetriebe, einige Personen sind in der Produktion, waehrend andere Familienmitglieder neben der Kathedrale ihre Ware verkaufen. Als erstes besuchen wir eine Kueche in der “Mote con Huesillos” hergestellt wird. Das ist eine typische chilenische Spezialitaet: Getrocknete Pfirsiche werden in Wasser und Zucker gekocht und anschliessend in diesem Saft zusammen mit gekochtem Getreide serviert. Natuerlich durften wir alle mal probieren.
Unser naechsts Ziel war ein “Taller de Papayas”, hier stellt eine Familie Suessigkeiten, Sirup, Marmelade, Saft und einiges mehr aus Papayas her. Wir durften natuerlich wieder von allem probieren und es war unglaublich lecker.
Mit diesen beiden Besuchen war unser offizieller Besuch in La Serena beendet. Es ist uns schwergefallen zu gehen, uns zu verabschieden, wir haetten gerne noch mehr von dieser schoenen Stadt gesehen, noch mit mit den Kolpingern geredet, aber es war Zeit aufzubrechen. Nach einem kurzen Stopp zum Mittagessen brachen wir Richtung Santiago auf und kamen nach einer kurzweiligen, ca 6 stuendigen Fahrt hier an. Im Casa Kolping wurden wir gleich von Bel und Josefina begruesst. Wir waren froh ueber das Abendessen und den ruhigen Abend, den wir nach den Erlebnissen der letzten Tage gut gebrauche koennen.
Barbara Gruener
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In “unserem” Casa Kolping in La Serena
22.8.2008 von admin.
Herzlich begrüßt mit den Worten “das ist euer Haus” wurden wir vom Diözesanvorsitzenden Claudio im 2007 gekauften Haus für Kolpingsfamilien in der Erzdiözese La Serena. Es war ein schönes Gefühl hier ganz “Heimat” zu spüren.
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Gluehwein im August
22.8.2008 von admin.
Nach dem Fruehstueck in Illapel brachen wir, typisch deutsch, puenktlich um 9.30 in Richtung Norden auf. Nach ca. 1 stuendiger Fahrt durch Bergtaeler fuhren wir auf die panamericana, die uns auf unglaublich gut geteerter Strasse weiter in den Norden brachte. Immer wieder konnten wir einen Blick auf den Pazifik oder die schneebedeckten Anden werfen. Nach knapp 3,5 Stunden Fahrt trafen wir in La Serena ein, wo wir zuerst das Hotel bezogen, bevor wir eine kleine Pause nutzten um die Fuesse oder auch mehr in den kalten Pazifik zu strecken. Um 14.00Uhr trafen wir uns dann mit dem Dioezesanvorstand der Diozoese La Serena im Casa Kolping zum gemeinsamen Mittagessen. Das Casa Kolping in La Serena wurde durch Spenden der Kolpingsfamilie Cruol, woher Elisabeth und Reinhold stammen, mitfinanziert. Nach dem Mittagessen stellten die Mitglieder des Dioezesanvorstandes ihre Schwerpunkte (Handwerker, Kolpingjugend, Kinder- und Jugendorchester) vor und wir hatten die Moeglichkeit ein bisschen von unserer Arbeit zu erzaehlen. Nach der Ueberreichung von regalitos (Geschenken) ging es zu einer kleinen Stadtbesichtigung mit Marcela. Sie ist Vorsitzender der Kolpingjugend und hat Tourismus studiert und konnte uns einiges ueber die zwei aelteste Stadt Chiles erzaehlen.
Von der Stadtfuehrung ging es weiter ins Pristerseminar, wo wir den Erzbischof Manuel Donoso trafen. Ueberraschender Weise sprach er ein bisschen Deutsch mit uns. Da ihm die Deutsche Musik so gut gefaellt, er die Texte aber nicht versteht, hat er einige Zeit Deutsch gelernt. Mit ihm unterhielten wir uns ueber die Situation der Kirche in Chile und Deutschland. So erfuhren wir, dass es in Chile auch sehr wenige Pristerantskandidaten gibt und 49 Prister fuer 300000 Glaeubige verteilt auf 3000 qkm zu staendig sind.
Vom Priesterseminar, das etwas auserhalb liegt, ging es zurueck in die Stadt, wo wir den Kunsthandwerkermarkt der Kolpingsfamilie besuchten. Die Kolpingsfamilie darf ihre Staende an der Kathedrale aufbauen und dort ihre selbstgemachten Sachen (Lederwaren, Schmuck, Suesswaren, Bilder,…) verkaufen.
Den Abend verbrachten wir dann in der Escula Adolpho Kolping (Adolph-Kolping- Schule). Zuerst wurden chilenische Taenze und Musik dargeboten. Jedes Mitglied der deutschen Reisegruppe bekam ein Geschenk aus einer der acht bestehenden bzw drei im Aufbau befindlichen Kolpingsfamilien. Wir konnten dem Kinder- und Jugendorchester eine besondere Freunde machen. Wir hatten naemlich drei Geigen und eine Trompete fuer das Orchester mitgebracht. Das Archester freute sich sehr ueber die geschenkten Instrumente und bot, trotz, dass der Dirigent beruflich verhindert war, eine kleine Kostprobe ihres Koennens. Zum Abschluss des Tages gab es dann heissen Gluehwein und leckere Empanadas (gefuellte Teigtaschen).
Kerstin Fers
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Durch atemberubende Landschaften nach Illapel
22.8.2008 von admin.
In La Calera können wir das neu erworbene Casa Kolping in einem Wohngebieht nördlich des Zentrums nur von außen besichtigen, da es noch bis Ende des Jahres bewohnt wird. Es ist ein nettes eingeschossiges Haus auf einem großen Eckgrundstück. Die Diözesangemeinschaft wird daraus sicher eine ordentliches Zentrum schaffen. Der Hauskauf wurde hauptsächlich durch eine Zuwendung der KarlHemmer-Stiftung ermöglicht.
Und schon geht es gegen vier Uhr nachmittags weiter nach Illapell.
Doch zuerst geht’s noch in einen Supermercado: Wasser für die Fahrt und eine Flasche PISCO SOUR für die tägliche Portion Profilaxe gegen Magen- Darmprobleme.
Was dann folgt ist unglaublich: Atemberaubende Landschaften lassen die Finger nicht mehr von den Auslösern der Kameras. Traumhafte Buchten am Pazifik mit seiner Brandungswucht, das saftige Grün der Gräser, Kandleaberkakteen an den geschwungenen Bergflanken, die scheebedeckten Bergriesen der Andenkette und die ärmlichen Behausungen und Gehöfte der Menschen in den abgelgenen Tälern. Wir kommen in durch sehr abwechslungreiche Landstriche hier im kleinen Norden. Nach kurviger Fahrt über ienen kleien Pass kommen wir in das Tag in dem Illapel liegt. Auf Höhe dieser kleinen Bischofsstadt ist Chile nur ca. 80 km breit, gemessen vom Pacifik bis zur Grenze Argentiniens in den Anden.
Mehr über diese Stadt erfahren wir bei einem offiziellen Empfang im sehr repräsentativen und erst zwei Jahre alten Kulturzentrum der Stadt. So gegen 19:30 Uhr laufen wir dort nach dem Einchecken im nahe gelegenen Hotel ein. Ein zackiger Confrocier führt durchs Programm. Eine Musikergruppe begleitet eine Tanzgruppe, die typische Tänze in Tracht aufführt, natürlich ist auch der chilenische Nationaltand die Chequa dabei.
Dann begrüßt uns ein Vertreter der Stadtgemeinde von Illapel, der uns auch dankt für die Unterstützung der wertvollen Arbeit der Kolpingsfamillien im örtlichen Gemeinwesen.
Wir werden alle auf die Bühne gebeten und bekommen Info-Flyer zum nahegelegenen Nationalpark für Chinchillas und zu Fundorten von Petroglyphen (urzeitliche indigene Bildritzungen auf Steinen) und Schlüsselanhänger mit nationalen und regionalen Motiven.
Eine Videopräsentation informiert uns weiter über die Bergbautradition des Tales mit Kupfer-, Quarz- und Goldvorkommen. Ein wortreiches Dankes und Präsentationswort von mir folgt sowie die Überreichung von den Partnerschaftspins für die Repräsentanten der Gemeinde Illapel, eine Frau und zwei Männer, und an den ebenfalls anwesenden Bischof von Illapel, der sich überraschenderweise in bestem Deutsch bedankt. Tanz und Musik sowie ein kleines Buffet zum Abschluss runden diesen offiziellen Empfang ab.
Beim Gespräch mit dem Bischof gesteht dieser bescheiden, dass sein Deutsch nicht mehr sehr gut, weil er nicht viele Deutsche treffen. Er habe die deutsche Schule der Steyler in Santiago besucht. Die Unterhaltung mit ihm ist ehr gut. Doch die Kolpingsbrüder und –schwestern drängen uns weiter zum Abendessen, das sie uns im Kolping-Bildunszentrum und diözesanen Kolpinghaus bereitet haben. Sie zeigen sie uns stolz ihr kunsthandwerklichen Produkte und schenken uns auch einige wirklich hübschen Andenken. Das Essen ist ausgezeichnet und bringt uns nach Hühnchen am Nachmittag nun einen Rinderschmorbraten Auf den festlich gedeckten Tisch für rund 60 Personen. Zuvor bringt eine gute Hühnerbrühe Wärme in die nun doch kalten Glieder. Die Sonne ist weg und es ist empfindlich frisch geworden. Die Stimmung ist gut, wir prosten uns mit dem dunkelroten Merlot in den Gläsern herzlich zu, die offiziellen Ansprachen werden beidseitig gehalten und bei gitarrenbegleitem Gesang und Kolpingshymne endet diese Begegnung.
Nach kurzem Fußweg ins Hotel fallen alle dankbar aber müde ins Bett. Es war doch ein ungewöhnlich langer Tag mit eindrücklichen Erlebnissen.
Markus Essig
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Von Schrecken und Freuden
21.8.2008 von admin.
la-calera.pdfMit grossem Schrecken haben wir vom Flugzeugunglueck in Madrid gehoert. Das war wohl knapp einen halben Tag nach unserem Abflug dort… also mir wurd’s ganz anders… und ich hoffe ihr daheim habt euch keine Sorgen um uns gemacht…
Was sonst geschah: In La Calera wurden wir von den dortigen 5 Kolpingsfamilien (hier ist jede Gruppe eine eigene KF) sehr herzlich empfangen. Von der Messe haben wir leider nur das Ende mitbekommen, dann gab es eine Tanzvorfuehrung (Queca naturerlich), vino tinto, empanadas und dann noch ein umfassendes Mittagessen.
Wir haben auch Bekannte wiedergesehen von den Jugendbegegnungen 2004/05: Oliver, Carola+Willi, Gisela und Mario. Gaaanz viele Gruesse von ihnen an die Freunde in Freiburg! Es war schon ein komisches Gefuehl, sich grad schnell uebers Wiedersehn zu freuen, kurz zu reden und dann schon wieder Abschied nehmen zu muessen… aber das werden wir bei dem straffen Besuchsplan wohl dieser Tage oefters erleben…
Jetzt sind wir ueber wunderbare Kuestenausblicke am Pazifik und einen doch etwas aufregenden (zumindest fuer Berthold und meine Person) Pass mit viel LKW-Verkehr hinter der Kuestencordillere in Illapel angekommen. Es erwartet uns gleich ein Treffen mit lokalen Autoritaeten und so gegen 22 Uhr ein Abendessen mit Kolpingern.
Ach ja und als kleinen Snack haben wir direkt an der Autobahn Dulces (Suessteile) aus der Region gegessen. Wir werden sicher nie Hunger haben in Chile.
Nathaly
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Wir sind da!!!
20.8.2008 von admin.
Sind gut in Santiago gelandet - sonnig aber ziemlich kalt.
Nach dem Fruehstueck in der Casa Kolping fuehlen wir uns schon fast heimisch!
Fahren sofort weiter nach La Calera und Illapel im “kleinen Norden”.
Herzliche Gruesse aus Chile!
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Reiseleiter Markus Essig im Interview
15.8.2008 von admin.
Die Gruppe von 11 Freundinnen & Freunden wird geleitet von Nathaly Duske und Markus Essig sozusagen als Kapitäne. Markus Essig berichtet kurz von der derzeitigen Gefühlslage.
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Reisegruppe formiert sich
15.8.2008 von admin.
Bei einem Vortreffen hat sich die Reisegruppe formiert. Sie hat sich von Fachleuten, dem Freiburger Romanistikprofessor Dr. Berg und dem Volkswirt Jimmi Merk, über das Land, seine Geschichte, die nationale Identität und das neoliberale Wirtschaftsmodell infomieren lassen.
Aus den Teilnehmern wurden nach den Aktionen des ‘Teambuilding’ elf Freundinnen und Freunde.
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Kolping zeigt Flagge
20.6.2008 von admin.
Mit diesem Zeichen sind die 500.000 Mitglieder des Internationalen Kolpingwerkes weltweit zu erkennen.
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Elf EineWelt-Engagierte unterwegs nach Chile
20.6.2008 von admin.
Der Countdown läuft:
Noch zwei Monate und elf Männer und Frauen aus dem Kolpingwerk in der Diözese Freiburg fliegen auf Einladung ihrer Partner nach Chile. Sie werden in zweieinhalb Wochen an vier bis fünf Orten sein, um mit den chilenischen “Kolpinggesschwistern” zuleben, mit zuarbeiten, gemeinsam Ausflüge zu machen, zu feiern und zu beten.
Am kommenden Samstag und Sonntag bereiten Sie sich für dieses Abenteuer “Partnerschaft / hermandad” vor.
Wir sind gespannt was kommt.
Markus Essig
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